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Im "irischen" (britischen, kontinental-europäischen) Solo-Wettkampf gibt es nur vier Level:
Beginners
Dort werden meist alle Tanzarten angeboten, Unterscheidungen gibt es nur in Altersgruppen.
Primary
In den Primary Level steigt nur auf, wer (neuerdings anscheinend) in einem Tanz den ersten Platz belegt hat. Alle anderen Tänze können durchaus noch im Beginners Level sein.
Intermediate
Hier ist das Prinzip gleich dem Primary Level. Wer mit einem Tanz erster im Primary Level wurde, darf im Intermediate Level antreten (andere Tänze können noch in Beginners und/oder Primary Level sein).
Open
Der höchste Level aller Level. Auch hier gilt, dass nur der Erstplazierte aus dem vorhergehenden Level, also dem Intermediate, im Open tanzen darf. Es gibt durchaus Tänzer/innen die z.B. in der Kategorie Softshoe Reel im Open Level tanzen, aber ihren Hornpipe-Step im Beginners, den Slip Jig im Primary und eine andere Kategorie im Intermediate Level tanzen.
Bei einem Feis werten meist nur ein bis zwei Wertungsrichter. Sobald drei Wertungsrichter gleichzeitig werten, bekommt der Feis das Prädikat Championship. Gewinner einer Championship dürfen nur noch Open Level tanzen.
Welche Tänze in welchem Level angeboten werden, entscheidet der Ausrichter des Feis. Vorher wird rechtzeitig der "Syllabus" veröffentlicht, aus dem wichtige Fakten wie z.B. die Tänze und "Trophies" herborgehen. Oft werden nicht nur die "normalen Tänze" angeboten, sondern auch eine sogenannte "Traditional Set-Dance Trophy" in der, unabhängig des eigentlichen Leistungsstandards, die Tänzer gegeneinander antreten. "Perpetual Trophies" sind auch nicht ungewöhnlich. Hier müssen die Tänzer meistens einen Softshoe- und einen Heavy-Dance zeigen. Die Trophie wechselt dabei von Jahr zu Jahr den Besitzer.
Um das Angebot abzurunden gibt es Two-Hand und Three-Hand-Competitions, in denen jeder Lehrer eine eigene einstudierte Choreographie mit zwei oder drei Tänzern zeigt. Die Four-Hand, Eight-Hand und Sixteen-Hand Tänze sind aus dem Buch "Ar rincidhe foirne" zu entnehmen, in dem auch die 30 Ceili-Tänze niedergeschrieben sind.
Neben der Einteilung in die vier Leistungsklassen gibt es auch noch eine Altersunterteilung. In den Ländern, in denen Irish Dancing schon eine lange Tradition hat, werden zumeist die Kinderklassen sehr eng gefasst (z.B. under 5, 5-7, 7-9, 13-15, 15 and over). Der Wettkampfsport ist dort weitestgehend den Kindern und Jugendlichen vorbehalten. In den USA gibt es vereinzelt "Adult Competitions", in denen allerdings nur wenige Tänze und diese zu anderen "Tempi" angeboten werden. Aus diesem Grund wechseln viele "Erwachsene" (also alle die älter als 15 sind) in die Kategorie "15 and over". Es kann also durchaus passieren, das dort eine 35-Jährige gegen eine 15-Jährige antritt.
Im Hauptteil Europas werden die Altersklassen auch für Erwachsene unterteilt. Meistens gibt es 20-25, 25-35, 35-45, 45 and over. Allerdings können, wenn in den einzelnen Tänzen zu wenig Teilnehmer angemeldet sind, auch Altersklassen zusammengefasst werden.
Feisanna können auf folgenden Ebenen ausgerichtet werden:
Klassen-/Schulfeis
Hier treten die Schüler einer Schule gegeneinander an (es erfolgt kein Aufstieg in der Leistungsklasse).
Regionale Feisanna (registered with AnCom)
Diese werden von einer Schule ausgerichtet, aber nur Lehrer, die bei der An Commisiun registriert sind können Schüler anmelden. Hierbei ist zu beachten, dass einzelne Tänze "confined", also beschränkt sein können. So werden im Hauptteil Europas die Beginner und Primary Tänze in der Regel als "confined" ausgewiesen, so dass nur Tänzer aus dieser Region antreten dürfen.
Nationale Feisanna
Nationale Feisanna gehören bereits zu den "major competitions" und werden von der An Commisiun ausgerichtet bzw. den Regional Councils (z.B. IDTANA oder RTME). Registrierte Lehrer können ihre Schüler anmelden. Die besten zehn qualifizieren sich für die Weltmeisterschaften. Beispiele sind die All Irelands, All Scotlands oder die North American Nationals. Competitions dieser Größenordnung werden auch Oireachtas (Oh-rock-tus/oh-roch-tas) genannt.
Oireachtas für die Qualifizierung zu den Weltmeisterschaften werden aber auch noch zusätzlich auf "kleineren Ebenen" ausgetragen. So gibt es in Irland in jeder Provinz (Leinster, Munster, Ulster und Connaught) ein eigenes Qualifizierungsfeis, in dem nur Tänzer aus der jeweiligen Provinz antreten dürfen, also confined sind.
Die wichtigsten Feisanna sind die Weltmeisterschaften, wie z.B. die "Oireachtas Rince na Cruinne".
Tänzer, die das höchste Level erreicht haben und das Talent und die Durchhaltefähigkeit mitbringen, reisen das ganze Jahr weltweit. In Irland gibt es an jedem Wochenende ein Feis und viele Tänzer reisen zu allen Major Competitions. Anfang Juli 2004 waren z.B. die North American Nationals und zwei Wochen später die Great Britain`s. Championships wie diese und z.B. die All Scotlands und All Irelands sind ein Muss für jeden Tänzer, so dass in einigen Altersklassen bis zu 300 Tänzer gegeneinander antreten.
Weniger häufig, aber dafür bei anderen Kommissionen umso beliebter, sind die so genannten "Open-Platform-Competitions", bei denen Tänzer unabhängig von ihrer Kommission gegeneinander antreten.
Die unterschiedlichen Systeme sind aus der Historie bedingt. Die IDTANA z.B. erstellte nach seiner Gründung ein eigenes Regelwerk. Erst nach Jahren des erfolgreichen Unterrichtens und stetigem Wachstum traten sie gesammelt der AnCom bei, konnten aber aufgrund ihrer Größe mehr "Forderungen" stellen. Hierzu gehört unter anderem das abweichende Leistungsklassen-System. Ein großer Unterschied ist auch die Möglichkeit, den Bewertungsbogen nach einem Feis käuflich zu erwerben. Darauf notiert der Adjudicator (Wertungsrichter) oft Hilfestellungen, was verbessert werden kann oder was gut war. So werden Entscheidungen oft klarer und nachvollziehbar.

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