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Magic of the Dance Erfahrungsbericht von Melanie Sprenger
Melanie Sprenger berichtet hier von der Magic of the Dance Show am 08. März 2004, welche im Kurhaus Wiesbaden präsentiert wurde.
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Magic of the Dance Schade, schade, schade ...

Dies waren meine ersten Gedanken, als ich am vergangenen Montag die Show verließ. Nicht zum ersten Mal sah ich mir eine irische Tanzshow an, und auch nicht zum ersten Mal "Magic of the Dance"!

Die Story ist die Gleiche geblieben. Ein junger Mann und eine junge Frau im Dublin des frühen 20. Jahrhunderts. Als Auswanderer wollen Sie in die Neue Welt aufbrechen um dort ihr Glück auf der Flucht vor der Hungersnot zu finden. Beim Abschiedsfest verlieben sich die Beiden ineinander. Doch lange soll es nicht dauern bis diese Liebe auf eine harte Probe gestellt wird. Bereits beim Aufbruch in die Neue Welt werden die beiden getrennt.
Nun beginnt die gegenseitige Suche nacheinander und die Befreiung von den irischen Dämonen...

Michael DonnellanDie Dämonen, ehemals prächtig von Michael Donnellan und Orla Griffin verkörpert, hatten nichts von der Macht, der Stärke und der Ausstrahlung die man eigentlich von Dämonen erwartet. Es fehlte an Dynamik und Ausstrahlung. Traurig war auch, dass nirgendwo bekannt gegeben wurde, dass die Beiden nicht mehr mittanzen. Im Gegenteil. In der Presse wurde noch heftigst mit Michael geworben, obwohl er schon seit Anfang des Jahres in einer anderen Show tanzt.

Lediglich Colette Dunne, die junge verliebte Frau, überzeugte durch sehr schöne ästhetische Tanzeinlagen - besonders in Softshoes.

Die Show, so muss man ganz klar sagen, versuchte nur durch Schnelligkeit zu bestechen. Mir schien es, als sei das einzige Ziel der Show die höchste Geschwindigkeit bei der Erzeugung von Tönen mit den Hardshoes zu erreichen. Die Geschwindigkeit hat schon imponiert, ist man selbst doch bestimmt noch Lichtjahre von diesem Tempo entfernt. Wären da nicht diese Nebeneffekte der Schnelligkeit: Cut´s endeten teilweise auf Schienbeinhöhe, die Beine wurden hinten oft nur bis Wadenhöhe angewinkelt und auch sonst wurde teilweise unsauber getanzt, so dass es wirklich keinen Spaß gemacht hat zuzuschauen. Aber dass die Ästhetik verloren geht ist ja auch klar, denn bei dem Tempo ist es unmöglich die Beine richtig hoch zu nehmen, denn man muss ja schnell wieder unten sein, um den nächsten Ton erzeugen zu können. Schade, alles womit man sich als Schüler im Irischen Tanz so "quält", wurde hier vernachlässigt.

TapdancerDa machten die American Tapdancer eine wesentlich bessere Figur auf der Bühne. Als die irischen Auswanderer in der Neuen Welt ankommen, werden sie dort von American Tapdancer "begrüßt". Diese Truppe wurde von der Anzahl der Tänzer her erheblich aufgestockt, seit ich die Show das letzte Mal gesehen habe, wo gerade mal 4 Tänzer zu sehen waren. Auch die Sequenzen, in denen die American Tapdancer auftreten, wurden erheblich ausgeweitet. Man könnte auch sagen, die Tanzsequenzen der Iren wurden auf ein Minimum reduziert.

Von traditionellem irischem Tanz leider kaum eine Spur. Geprägt wird die Show von Reels. Andere Rhythmen konnte man nicht ausmachen. Klar, Reels lassen sich nun mal am schnellsten tanzen.

Die Gesangseinlage von Colette Dunne war durchaus hörenswert, was man jedoch von der etwas schief geratenen Gesangseinlage des männlichen Sängers nicht behaupten konnte. Da sollte man doch lieber wie bei "Lord of the Dance" extra Sänger engagieren, die auch den Gesang zu einem unvergessenen Erlebnis werden lassen.

Als Fazit kann oder muss ich leider feststellen, dass die Show nicht mehr als irische Tanzshow zu werten ist. Wer allerdings schnellen American Tapdance sehen möchte, dem empfehle ich die Show. Denn der wird wirklich auf höchstem Level gezeigt!
 

Bericht veröffentlicht am 05.04.2004
Inhaltlich verantwortlich Melanie Sprenger - © 2004
Magic of the Dance - © 2003 Star Entertainment 
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