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Die Geschichte des irischen Tanzes « zurück
 
 
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Tanzkostüme
Männerkleidung
KniebundHosen: bis 1930 sehr beliebt, wurden dann aber vom Kilt abgelöst, der auch im Zuge der Identitätsfindung des irischen Volkes eine wichtige Rolle spielte. So wurde er von den Mitgliedern der Gaelic League und den Schülern von Patrick Pearse getragen (Patrick Pearse war einer der Führer der Osteraufstände und Gründer der ersten irischen Schule). Eine Tanzschule führte ihn als Tanzkostüm ein und von da aus trat der Kilt innerhalb weniger Jahre einen Siegeszug durch ganz Irland an. Die ursprünglichen Farbtöne waren Safran und Grün, aber es kamen schnell auch andere Farben auf. Wichtiges anderes Merkmal sind die Anzahl der Falten. Ohne Kilt war es undenkbar auf Wettbewerben auch nur einen Blumentopf zu gewinnen. Dann kam Riverdance und damit die schwarzen Hosen in Mode und schnell war dies auch akzeptierte Wettkampfkleidung. Ironie des Schicksals: Mit einem Mal war nie die Rede davon gewesen, dass Jungen nur Kilts tragen dürfen. Wahrscheinlich hat aber gerade dieser Umstand viele davon abgehalten, irischen Tanz zu lernen. Für eine kurze Zeit waren Aran Sweater in Mode, diese waren aber viel zu warm und wurden meist nur bei Ceilis getragen. Gängiger waren Jacken aus Tweed und seit Riverdance sind die blusenähnlichen Hemden populär.

Frauenkleidung
Typisches Kleidungsstück, ob arm oder reich, war über eine lange Zeit ein Umhang, je nach finanziellen Verhältnissen mehr oder weniger aufwendig an Material und Farbe. Zusammen mit Hauben und langen Röcken bildeten sie bis ins 19. Jh. das Tanzkostüm (siehe auch soziale Faktoren). Reste dieses Umhangs sind noch an dem Überwurf zu erkennen, der heute oft reich bestickt ist und nur noch dekorativen Charakter hat.
Zu Beginn des letzten Jh. entstand dann das heute übliche Kostüm: Ein Kleid mit mehr oder weniger Falten und einem Überwurf, der entweder herunterhängt oder mit einem Ende an der Hüfte fixiert wird. Die gestickten Verzierungen an Kleidungsstücken befanden sich vorwiegend an den Öffnungen wie Kragen, Manschetten etc. Aus dem Aberglauben heraus um Übel vom Träger abzuwenden. Oft waren dies Symbole, die noch zusätzlich ausgeschmückt wurden. Mit der Zeit wandelten sich die abstrakten Formen in konkrete Darstellungen, z.B. wurde aus einem Kreis eine Sonne, aus einem Dreieck ein Stern. Sehr beliebtes Symbol war auch das Kreuz. Die Stickerei variierte von Ort zu Ort, es gab sogar eine unterschiedliche Bedeutung je nachdem wie der Stickstich verlief. Heutzutage sind durch Computertechnik die kompliziertesten Motive möglich, viele stammen z.B. aus dem Book of Kells. Mit Gold und Silber verziert, wirken sie auf den ersten Blick nicht traditionell.
Die Farben waren ursprünglich grün/weiß z.T. auch rot, dies wurde aber oft mit den Engländern in Verbindung gebracht. Im Lauf der Zeit passten sich die Kostüme der jeweiligen Mode an, von dunklen Farben in den 80ern bis zu den leuchtenden Tönen der 90er. Das gilt auch für die Häkelspitze an Kragen und Manschetten, die ursprünglich nur in weiß waren.
Die schwarzen Strümpfe sind auch eine Errungenschaft der Tanzshows. Früher trugen dies nur die älteren Frauen, die Jüngeren hatten weiße Söckchen, auf den Feis sind heutzutage weiße Strümpfe üblich (wichtiges Detail ist der Sock-Glue). Weiteres modisches Accessoire sind die Haarteile oder Perücken. Sie ersparen ein stundenlanges Procedere beim Friseur.
Heute gibt es neben den aufwendig bestickten Roben auch die schlichten, einfarbigen kurzen Kleider wie bei Riverdance.

Schuhe
Die Schuhe haben sich in all der Zeit am wenigsten verändert. Über viele Jahre waren sie sowieso nur ein Luxusartikel, den sich reiche Leute leisten konnten. Die armen Leute trugen ihre Schuhe nur in der Stadt.
Die Jig- oder auch Hardshoes sind aus Leder. Früher wurden auf Sohle und Absatz mehrere lagen Leder befestigt, z.T. wurden auch mehrere Nägel eingeschlagen, u.a. auch um den Klang zu verbessern. Diese Variante ist auf Wettbewerben nicht erlaubt. Laut Reglement darf unter den Füßen kein Metall sein, da dies den Klang zu sehr beeinflusst.
Heutzutage verwendet man unter den Schuhen Fieberglas. Es ist leichter, lässt sich besser tragen und gibt einen besseren Sound. Der Nachteil ist, dass es schon mal brechen kann.
Die Bubble-heels sind aus Plastik, innen hohl und haben eine Wölbung an der Innenseite des Schuhs. Damit ermöglicht es bei clicks und slices einen besseren Sound zu erzielen, ist auf Wettbewerben aber nicht erlaubt.
Neuerdings gibt es auch die Flexi-Sohle, eine Sohle ohne Verstärkung, die dem Fuß eine größere Bewegungsfreiheit geben soll.


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