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| Die Geschichte des irischen Tanzes |
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Die Entwicklung der irischen Tänze kann man nur verstehen, wenn man die sozialen Faktoren berücksichtigt, die ihm zu das machten, was er heute ist.
- beengte Verhältnisse und der meist steinige Boden führten dazu, dass lange Zeit auf Tischen, Türen, Fässern getanzt wurde, Wettbewerbe wurden auf Lastwagen ausgetragen
- dies schränkte auch die Raumaufteilung ein, viele Tänze wurden nur in eine Blickrichtung getanzt, für athletische Sprünge war kein Platz. Sie sind erst eine Errungenschaft der letzten Zeit
- die schwere einengende Kleidung grenzten die Bewegungsmöglichkeiten ebenfalls ein und limitierten auch die Tanzzeit.
- häufig wurde barfuß getanzt. Hardshoes (ursprünglich Lederschuhe) konnten sich nur die besser gestellten Leute leisten
- die eingeschränkten Verkehrsmöglichkeiten behinderten den Informationsaustausch zwischen einzelnen Regionen. Das erklärt wahrscheinlich auch, dass ähnliche/gleiche Tänze so abweichend von einander getanzt wurden
- aufwendige Tanzkurse, inkl. Kostüme, Auftritte, Wettbewerbe konnte sich nicht jeder leisten, in Familien, in denen das nötigste kaum zum Überleben reichte
- Hungerjahre, die Kirche etc. führten zu einer Auswanderungswelle, auch gerade bei den Musikern und Tänzern und dünnten die Szene im Land weitestgehend aus
- neue Impulse gingen vorwiegend von den Hafenstädten oder anderen zentralen Punkten aus, die auch am ehesten anderen Einflüssen ausgesetzt waren

Ende des 19. Jh. wanderten viele Iren nach USA, Kanada, Australien aus und pflegten in der neuen Heimat ihre Traditionen weiter. Vor allem in den USA entstand eine breite Kulturszene, die auch den Tanz förderte. Sehr schnell entstanden Schulen und Vereine. Es wurden aber auch schon bald Wettbewerbe abgehalten, so dass heute die Staaten über eine quantitativ und qualitativ gute Tanzszene verfügen. Es wird gesagt, dass ein Feis in Amerika mehr Interesse hat, als der irische Tanz in Irland im ganzen Jahr. Aber auch in den anderen Ländern konnten sich Jig, Reel und Co. erfolgreich etablieren.
Riverdance hat nicht nur viele Tänzer zu Lohn und Brot gebracht, die früher ihre Leidenschaft nur als Hobby ausüben konnten, sondern auch in anderen Ländern einen reges Interesse ausgelöst.

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