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| Die Geschichte des irischen Tanzes |
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Obwohl es keine sicheren Quellen gibt, die den Tanz in der irischen Tradition belegen, muss man davon ausgehen, dass eine Kultur reich an Instrumenten, auch über Kenntnisse im Tanz verfügte. Ausgehend von einfach strukturierten, zweckgebundenen Tänzen wie Kriegstänze, Arbeitstänze etc. wurden die Tänze immer differenzierter, einhergehend mit der Entwicklung der Gesellschaft von Jägern und Sammlern über die Agrarwirtschaft bis in die heutige Zeit.
Die erste Musik kam gegen 1600 v. Chr. auf die Insel, wahrscheinlich von Einwanderern aus der Elbregion. In der Nachfolgezeit wurde die Insel von unterschiedlichen Kulturen bevölkert und beeinflusst, die auch ihre Spuren im Tanz hinterließen.
Die Kelten tauchten 500 v. Chr. auf und etablierten ihre Sprache und Kultur. Selbst im Zuge der Christianisierung blieben die meisten ihrer heidnischen Rituale erhalten, wenn auch mit christlichem Anstrich.
Ab 795 n. Chr. überfielen die Wickinger immer wieder die Insel. Sie kamen meist aus Norwegen und trugen ihren Teil bei. Die Anglo-Normannen brachten im 12. Jh. Kreistänze mit sowie das Carolling eine Mischung aus Gesang und Tanz.
Sogar in den heute gebräuchlichen Termini des irischen Tanzes lassen sich die Wurzeln anderer Sprachen feststellen, z. B. damsha (frz. danse = Tanz), rince (engl. rink=Eisbahn ), Jig (ital. giga=alter Tanz ) und reel (angl.-sax. ruila = drehen).
Ab 1600 wird der Tanz in Irland immer wieder erwähnt, so u.a. in einem Reisebericht von Dineley, der 1681 die Insel bereiste. Daraus lässt sich schließen, dass der „rince fada“ damals schon bekannt war und von Leuten jedes Standes getanzt wurde.
Etwa 100 Jahre später wird über einen Maitanz berichtet, an dem 24 Paare über eine Strecke von ¼ Meile zwischen einem Maibaum und einem Bonfire tanzten.
Den wohl größten Einfluss auf den Tanz ging aber von den alten Tanzmeistern aus, die ab Mitte des 18. Jahrhunderts aufkamen. Sie legten den Grundstock für den Tanz in der heutigen Form. Dies betraf sowohl die Struktur der Gruppentänze, wie auch die Fußtechniken bei den Solo Dances. Die Tanzlehrer hatten ein außerordentlich hohes gesellschaftliches Ansehen, was sich auch in ihrer Kleidung zeigte. Sie waren meist Jung-gesellen, hielten sich für einen „Gentlemen“ und benahmen sich auch so, was sie auch gerne weitervermittelten. Begleitet von einem Flötisten oder Fiddler rühren sie in einem Umkreis von 20 Meilen in ihrer „Gemeinde“ umher. Ein Besuch im Ort war immer ein gesellschaftliches Ereignis, sie blieben 9 Tage bis 6 Wochen. Sie wurden von den Bewohnern bezahlt, gaben Unterricht in Scheunen oft gegen Kost und Logis.
Die ersten Schritte, die unterrichtet wurden, waren die Rising Step im Jig und der Side Step im Reel. In besser gestellten Familien wurden die Kinder auch im höfischen Tanz unterwiesen. Mit originellen Methoden half er den Schülern rechts und links zu unterscheiden. So wurde an einem Fuß Zucker, am anderen Stroh angebracht. Mit kleinen Gesangsversen sollte der Rhythmus noch eingängiger werden. „Rise upon sugar, sit upon straw“ (Heb den Zucker, bleib sitzen auf Stroh).
Der Ruf eines solchen Pädagogen hing nicht nur von seiner eigenen Tanzfähigkeit ab, sondern auch von dem Vermögen eigene Schritte zu choreografieren. Häufig trugen selbst entwickelte Steps und Stücke daher auch den Namen des „Erfinders“ oder der Gegend aus der sie kamen (z.B.Kellys No.5).
Diese alte Garde der Tanzpädagogen gab es bis ins 20. Jh. und einigen von ihnen sind die große Anzahl der Ceilis zu verdanken, die von ihnen zusammengetragen wurden.
1902 wurde von O'Keefe und O'Brian ein Standardwerk herausgegeben, in dem zahlreiche Ceilis schriftlich niedergelegt sind. Drei Ceilis heben sich hier besonders hervor:
· Sweets ofMay (zusätzliche Aktionen; Händeklatschen)
· Three Tunes (unterschiedliches Tempo und Rhythmen)
· High Caul Cap

weiter mit Gaelic League (An Coimisiún) / Kirche und Tanz

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